Der aus dem Regen kam
Trilogie des contes policiers (1) … Ein Zitat aus Lewis Carrolls »Alice in Wonderland« gibt Hinweis auf Richtung und Tempo der Erzählung sowie auf das ungläubige Staunen, aus dem die verfolgte Heldin nicht mehr heraus kommen wird: »Either the well was very deep, or she fell very slowly, for she had plenty of time as she went down to look about her and to wonder what was going to happen next.« Die Alice aus René Cléments südfranzösischem Märchenthriller heißt Mélancolie Mau genannt Mellie (Marlène Jobert); stets weiß gekleidet, verheiratet mit einem obsessiv-eifersüchtigen Mann, blieb ein Teil von ihr das 13jährige Mädchen, das seine Mutter einst mit einem fremden Mann beim Sex erwischte, woraufhin der gehörnte Vater die Familie verließ. Eines verregneten Tages, ihr Gatte ist auf Reisen, sieht Mellie dem Bus, der sonst nie hält, einen Fremden entsteigen, der sie fixiert und verfolgt, sodann überfällt und vergewaltigt. Sie erschießt den Mann, wirft seine Leiche heimlich ins Meer – doch schon am nächsten Morgen taucht ein mysteriöser Amerikaner auf, der sie des Mordes bezichtigt. Die Absichten von Harry Dobbs (Charles Bronson) liegen im Dunkeln, sein Verhalten schwankt zwischen Brutalität und Süffisanz. Wie in Trance stürzt Mellie immer tiefer in den Schacht, fällt durch die rätselhafte Welt der Großen, eine Welt der Gewalt und der Bedrohung: In der bizarrsten Episode des Geschehens gerät sie in ein Pariser maison de plaisir, wo ihr die Herzkönigin in Gestalt einer mondän-sadistischen Puffmutter begegnet. Schock und Zauber lösen sich schließlich im Moment der Überführung, der (leider?) auch der Augenblick des Erwachsenwerdens ist … Die Bezüge zu Alfred Hitchcock – das unschuldige Schuldigwerden, die Auflösung von Gewißheit im Strudel der Angst, der Name des Vergewaltigers: Mac Guffin – sind nicht zu übersehen (auch das Mutter-Tochter-Thema aus »Marnie«, einem der traumartigsten Filme Hitchcocks, klingt an), doch der schlafliedhafte Erzählrhythmus, die bewußten Rollenspiele der Figuren, die unbefangene Antipsychologie, die Absage an äußere Kausalität zugunsten einer inneren, subjektiven Wirklichkeit verleihen »Le passager de la pluie«, diesem somnambulen rite de passage, sein ganz eigenes, hypothetisch-irreales Kolorit.
R René Clément B Sébastien Japrisot K Andreas Winding M Francis Lai A Pierre Guffroy S Françoise Javet P Serge Silberman D Marlène Jobert, Charles Bronson, Anny Cordy, Jill Ireland, Jean Gaven | F & I | 120 min | 1:1,85 | f | 21. Januar 1970
Posts mit dem Label Mittelmeer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mittelmeer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
21.1.70
10.12.68
The Magus (Guy Green, 1968)
Teuflische Spiele
»We shall not cease from exploration / And the end of all our exploring / Will be to arrive where we started / And know the place for the first time.« Nicholas Urfe, ein selbstgefälliger junger Intellektueller (»I’ve got everything a poet needs, exept poems.« – Michael Caine), nimmt eine Stellung als Englischlehrer auf der griechischen Insel Phraxos an, um der bedrohlich ernsthaften Beziehung mit der Stewardess Anne (»I’ve got everything an air hostess needs, exept illusions.« – Anna Karina) zu entfliehen. Urfe gerät in den Bann des faszinierend-undurchsichtigen Maurice Conchis (Anthony Quinn), der mit seiner Entourage in einer prachtvollen Villa über der blau schimmernden Ägäis residiert. Conchis (≈ ›conscious‹ ≈ ›bewußt‹), dessen temperamentvolle Persona zwischen Magier und Nervenarzt, Krösus und Kriegsverbrecher, Filmproduzent und Gott irisiert, verwickelt seinen gefühlskalten Besucher unter Aufbietung antiker Mythen und griechischer Zeitgeschichte in zahlreiche Rollen- und Maskenspiele um Liebe und Verrat, Risiko und Glück, Wahrheit und Schuld – Spiele, die letztlich keinem anderen Zweck dienen, als einen Irrenden auf den Weg zu sich selbst zu schicken … Auch wenn ein halluzinatorischer Exzentriker wie Nicolas Roeg vielleicht in tiefere Dimensionen des Stoffes hätte vorstoßen können, ist Guy Greens visuell elegante, bisweilen die Grenzen zum Camp überschreitende Adaption des Romans von John Fowles (der selbst das Drehbuch schrieb) ein bemerkenswertes (und unterhaltsames) Erzählexperiment: »The Magus« verwischt ganz allmählich die Trennlinien zwischen Realität (≈ Erlebnis) und Imagination (≈ Projektion), mündet in einen happeningartigen, fantastisch-burlesken Karneval der Seelen und endet gleichsam schwebend, ohne Aufschluß über die tatsächlichen Hintergründe des Geschehens zu geben: »Now, I will show you something. The ultimate reality … the smile.«
R Guy Green B John Fowles V John Fowles K Billy Williams M John Dankworth A Donald M. Ashton S Max Benedict P Jud Kinberg, John Kohn D Michael Caine, Anthony Quinn, Candice Bergen, Anna Karina, Julian Glover | UK | 117 min | 1:2,35 | f | 10. Dezember 1968
»We shall not cease from exploration / And the end of all our exploring / Will be to arrive where we started / And know the place for the first time.« Nicholas Urfe, ein selbstgefälliger junger Intellektueller (»I’ve got everything a poet needs, exept poems.« – Michael Caine), nimmt eine Stellung als Englischlehrer auf der griechischen Insel Phraxos an, um der bedrohlich ernsthaften Beziehung mit der Stewardess Anne (»I’ve got everything an air hostess needs, exept illusions.« – Anna Karina) zu entfliehen. Urfe gerät in den Bann des faszinierend-undurchsichtigen Maurice Conchis (Anthony Quinn), der mit seiner Entourage in einer prachtvollen Villa über der blau schimmernden Ägäis residiert. Conchis (≈ ›conscious‹ ≈ ›bewußt‹), dessen temperamentvolle Persona zwischen Magier und Nervenarzt, Krösus und Kriegsverbrecher, Filmproduzent und Gott irisiert, verwickelt seinen gefühlskalten Besucher unter Aufbietung antiker Mythen und griechischer Zeitgeschichte in zahlreiche Rollen- und Maskenspiele um Liebe und Verrat, Risiko und Glück, Wahrheit und Schuld – Spiele, die letztlich keinem anderen Zweck dienen, als einen Irrenden auf den Weg zu sich selbst zu schicken … Auch wenn ein halluzinatorischer Exzentriker wie Nicolas Roeg vielleicht in tiefere Dimensionen des Stoffes hätte vorstoßen können, ist Guy Greens visuell elegante, bisweilen die Grenzen zum Camp überschreitende Adaption des Romans von John Fowles (der selbst das Drehbuch schrieb) ein bemerkenswertes (und unterhaltsames) Erzählexperiment: »The Magus« verwischt ganz allmählich die Trennlinien zwischen Realität (≈ Erlebnis) und Imagination (≈ Projektion), mündet in einen happeningartigen, fantastisch-burlesken Karneval der Seelen und endet gleichsam schwebend, ohne Aufschluß über die tatsächlichen Hintergründe des Geschehens zu geben: »Now, I will show you something. The ultimate reality … the smile.«
R Guy Green B John Fowles V John Fowles K Billy Williams M John Dankworth A Donald M. Ashton S Max Benedict P Jud Kinberg, John Kohn D Michael Caine, Anthony Quinn, Candice Bergen, Anna Karina, Julian Glover | UK | 117 min | 1:2,35 | f | 10. Dezember 1968
Labels:
Caine,
Drama,
Erinnerung,
Fowles,
Griechenland,
Guy Green,
Insel,
Karina,
Mittelmeer,
Phantastik,
Quinn,
Romanze,
Zweiter Weltkrieg
14.3.68
Heroin (Heinz Thiel & Horst E. Brandt, 1968)
Drogenschmuggel bei der Deutschen Reichsbahn! Leichen am Bahndamm! Rauschgift in Tomatendosen! Alerte französische Geschäftsleute, die im Ostberliner Hotel Unter den Linden residieren, haben ihre Finger im Spiel, doch die eigentliche Spur führt über Budapest und Belgrad an die dalmatinische Küste. Zollkommissar Peter Zinn (Thälmann-Darsteller Günther Simon einmal mehr in der Rolle des aufrechten Kämpfers für sozialistische Gerechtigkeit) schlüpft in die Maske eines Zugkellners, um den Hintermännern und -frauen des tödlichen Deals (eine Stewardeß, ein Kammersänger, ein Frisör, dessen Schwester, ein Gastwirt) das Handwerk zu legen. Heinz Thiel (Defa-Spezialist für gediegene, bisweilen beachtliche Krimikost) und sein langjähriger Kameramann Horst E. Brandt können indes nicht verhindern, daß sich – ungeachtet internationaler Schauplätze und grenzübergreifender Verwicklungen – Momente von Spannung im grauen Fahndungsalltag eher selten einstellen.
R Heinz Thiel, Horst E. Brandt B Gerhard Bengsch K Horst E. Brandt M Helmut Nier A Paul Lehmann S Hildegard Konrad-Nöller P Martin Sonnabend D Günther Simon, Werner Dissel, Walter Jupé, Eva-Maria Hagen, Predrag Milinkovic | DDR | 85 min | 1:2,35 | sw | 14. März 1968
# 1011 | 2. August 2016
R Heinz Thiel, Horst E. Brandt B Gerhard Bengsch K Horst E. Brandt M Helmut Nier A Paul Lehmann S Hildegard Konrad-Nöller P Martin Sonnabend D Günther Simon, Werner Dissel, Walter Jupé, Eva-Maria Hagen, Predrag Milinkovic | DDR | 85 min | 1:2,35 | sw | 14. März 1968
# 1011 | 2. August 2016
24.4.67
The Sailor from Gibraltar (Tony Richardson, 1967)
Nur eine Frau an Bord
»What do you do when you don’t know what you want.« Alan, in seinem Behördenjob gelangweilt, von seiner putzmunteren Freundin Sheila (Vanessa Redgrave) angeödet, mit seinem Leben generell unzufrieden, begegnet während eines Italienurlaubs der schönen, reichen Anna (Jeanne Moreau), die, auf der Suche nach einem verlorenen Geliebten, mit ihrer Segelyacht die Weltmeere durchkreuzt. Alan nutzt die sich ihm unverhofft bietende Chance und begleitet Anna, ihrerseits erotischen Eskapaden durchaus nicht abgeneigt, auf große Fahrt. In Athen, in Alexandria, in Äthiopien verfolgen sie vage Spuren des Verschwundenen, gehen Auskünften nach, die ihnen von mehr oder weniger zuverlässigen Informanten (darunter Orson Welles mit Fez und Kaftan als »Louis of Mozambique«) zugetragen werden. Tony Richardsons Adaption eines frühen Romans von Marguerite Duras läßt bewußt offen, ob es den Matrosen von Gibraltar (angeblich ein aus der Fremdenlegion geflohener Mörder) tatsächlich gab, oder ob er Annas Phantasie entsprungen ist, ein romantisches Ideal, Wunschbild der absoluten Liebe, Symbol für Geheimnis, Abenteuer, Freiheit, Unschuld. Auch wenn Ian Bannen in der (einigermaßen undankbaren) Rolle des mürrischen Alan kaum greifbare Präsenz entwickelt, gelingt Richardson, insbesondere dank Moreaus enigmatischer Strahlkraft, Raoul Coutards dokumentarisch-einfühlsamer Kamera und Antoine Duhamels mediterran-melancholischem Score, eine streckenweise reizvolle Reiseerzählung über Sehnsucht und Vorstellungen von Glück, über Illusionen und unbekannte Ziele: »It would be terrible if sailors didn’t exist.« – »We would have to invent them.«
R Tony Richardson B Christopher Isherwood, Don Magner, Tony Richardson V Marguerite Duras K Raoul Coutard M Antoine Duhamel A Josie MacAvin S Antony Gibbs P Oscar Lewenstein D Jeanne Moreau, Ian Bannen, Vanessa Redgrave, Orson Welles, Hugh Griffith | UK | 91 min | 1:1,66 | sw | 24. April 1967
# 1069 | 21. August 2017
»What do you do when you don’t know what you want.« Alan, in seinem Behördenjob gelangweilt, von seiner putzmunteren Freundin Sheila (Vanessa Redgrave) angeödet, mit seinem Leben generell unzufrieden, begegnet während eines Italienurlaubs der schönen, reichen Anna (Jeanne Moreau), die, auf der Suche nach einem verlorenen Geliebten, mit ihrer Segelyacht die Weltmeere durchkreuzt. Alan nutzt die sich ihm unverhofft bietende Chance und begleitet Anna, ihrerseits erotischen Eskapaden durchaus nicht abgeneigt, auf große Fahrt. In Athen, in Alexandria, in Äthiopien verfolgen sie vage Spuren des Verschwundenen, gehen Auskünften nach, die ihnen von mehr oder weniger zuverlässigen Informanten (darunter Orson Welles mit Fez und Kaftan als »Louis of Mozambique«) zugetragen werden. Tony Richardsons Adaption eines frühen Romans von Marguerite Duras läßt bewußt offen, ob es den Matrosen von Gibraltar (angeblich ein aus der Fremdenlegion geflohener Mörder) tatsächlich gab, oder ob er Annas Phantasie entsprungen ist, ein romantisches Ideal, Wunschbild der absoluten Liebe, Symbol für Geheimnis, Abenteuer, Freiheit, Unschuld. Auch wenn Ian Bannen in der (einigermaßen undankbaren) Rolle des mürrischen Alan kaum greifbare Präsenz entwickelt, gelingt Richardson, insbesondere dank Moreaus enigmatischer Strahlkraft, Raoul Coutards dokumentarisch-einfühlsamer Kamera und Antoine Duhamels mediterran-melancholischem Score, eine streckenweise reizvolle Reiseerzählung über Sehnsucht und Vorstellungen von Glück, über Illusionen und unbekannte Ziele: »It would be terrible if sailors didn’t exist.« – »We would have to invent them.«
R Tony Richardson B Christopher Isherwood, Don Magner, Tony Richardson V Marguerite Duras K Raoul Coutard M Antoine Duhamel A Josie MacAvin S Antony Gibbs P Oscar Lewenstein D Jeanne Moreau, Ian Bannen, Vanessa Redgrave, Orson Welles, Hugh Griffith | UK | 91 min | 1:1,66 | sw | 24. April 1967
# 1069 | 21. August 2017
5.5.66
Modesty Blaise (Joseph Losey, 1966)
Modesty Blaise – Die tödliche Lady
»She is the shadow on your bedroom wall, / she is the dream you never found.« Hätte Michelangelo Antonioni jemals einen James-Bond-Film inszeniert, wäre das Ergebnis vielleicht ähnlich sonderbar ausgefallen wie Joseph Loseys trivial-traumverlorene Adaption eines zeitgeistigen ›Evening Standard‹-Comics. Monica Vitti als vollblütig-zweifelhafte Weltklassesagentin Modesty Blaise, Terence Stamp als lässig-zupackender Sidekick Willie Garvin, Dirk Bogarde als arglistig-geschmäcklerischer Schurke Gabriel, Rossella Falk als gelangweilt-sadistische Schergin Mrs. Fothergill – der Cast ist quintessentiell sixties; das Design schillert vielfarbig zwischen Op und Pop; die Regie verweigert nicht nur konsequent jede dramatische Sensation in dieser läppischen Spionagestory um Diamanten, Ölscheichs und verspielte Folter, in diesem artifiziellen Abenteuer zwischen London, Amsterdam und Mittelmeer, sie unterläßt auch genüßlich das herkömmliche Erzählen: Es reiht sich einfach nur Moment an Moment, Panel an Panel. Damit ist »Modesty Blaise« in gewisser Weise wieder dort angekommen, wo ihre ästhetischen Wurzeln liegen – beim daily strip.
R Joseph Losey B Evan Jones V Peter O’Donnell K Jack Hildyard M John Dankworth A Richard Macdonald S Reginald Beck P Joseph Janni D Monica Vitti, Terence Stamp, Harry Andrews, Dirk Bogarde, Rosella Falk | UK | 119 min | 1:1,66 | f | 5. Mai 1966
»She is the shadow on your bedroom wall, / she is the dream you never found.« Hätte Michelangelo Antonioni jemals einen James-Bond-Film inszeniert, wäre das Ergebnis vielleicht ähnlich sonderbar ausgefallen wie Joseph Loseys trivial-traumverlorene Adaption eines zeitgeistigen ›Evening Standard‹-Comics. Monica Vitti als vollblütig-zweifelhafte Weltklassesagentin Modesty Blaise, Terence Stamp als lässig-zupackender Sidekick Willie Garvin, Dirk Bogarde als arglistig-geschmäcklerischer Schurke Gabriel, Rossella Falk als gelangweilt-sadistische Schergin Mrs. Fothergill – der Cast ist quintessentiell sixties; das Design schillert vielfarbig zwischen Op und Pop; die Regie verweigert nicht nur konsequent jede dramatische Sensation in dieser läppischen Spionagestory um Diamanten, Ölscheichs und verspielte Folter, in diesem artifiziellen Abenteuer zwischen London, Amsterdam und Mittelmeer, sie unterläßt auch genüßlich das herkömmliche Erzählen: Es reiht sich einfach nur Moment an Moment, Panel an Panel. Damit ist »Modesty Blaise« in gewisser Weise wieder dort angekommen, wo ihre ästhetischen Wurzeln liegen – beim daily strip.
R Joseph Losey B Evan Jones V Peter O’Donnell K Jack Hildyard M John Dankworth A Richard Macdonald S Reginald Beck P Joseph Janni D Monica Vitti, Terence Stamp, Harry Andrews, Dirk Bogarde, Rosella Falk | UK | 119 min | 1:1,66 | f | 5. Mai 1966
24.3.65
Le corniaud (Gérard Oury, 1965)
Scharfe Sachen für Monsieur | Louis, das Schlitzohr
»Wenn einer eine Reise tut, / dann kann er was erzählen. / Drum nähme ich den Stock und Hut / und tät das Reisen wählen.« Antoine Maréchal, ein argloser Pariser Kleinbürger (Bourvil), nimmt den weißen Cadillac DeVille, der ihm (nicht ganz uneigennützig) vom halbseidenen »Unternehmer« Léopold Saroyan (Louis de Funès) zur Verfügung gestellt wird, und reist von Neapel nach Bordeaux. Unterwegs passiert allerlei Erzählenswertes, das insbesondere mit der versteckten Fracht zu tun hat, die Maréchal nichtsahnend in Saroyans Luxuskarosse transportiert: Heroin (in den Kotflügeln), Gold (in den Stoßstangen), Edelsteine (in der Batterie) und: den größten Diamanten der Welt (tja, wo eigentlich?) … Gérard Oury mixt Gangster-Klamotte mit Poisson-hors-de-l’eau-Komödie und postkartenidyllischen Italien-Impressionen (römisches Dolce Vita, sizilianische Eifersucht, Wasserspiele und Faustkämpfe in der Villa d’Este, Camping und Freikörperkultur am Tyrrhenischen Meer) zu einem ferienvergnüglichen Roadmovie, in dem – anders als im richtigen Leben – die bodenlose Ehrlichkeit des herzensguten Blödmanns über die gemeine Hinterlist des berechnenden Schlitzohrs siegt.
R Gérard Oury B Gérard Oury, Marcel Jullian, Georges Tabet, André Tabet K Henri Decaë M Georges Delerue A Francesco Ciarletta, Robert Giordani S Albert Jurgenson P Robert Dorfmann D Bourvil, Louis de Funès, Venantino Venantini, Beba Loncar, Alida Chelli | F & I | 111 min | 1:2,35 | f | 24. März 1965
»Wenn einer eine Reise tut, / dann kann er was erzählen. / Drum nähme ich den Stock und Hut / und tät das Reisen wählen.« Antoine Maréchal, ein argloser Pariser Kleinbürger (Bourvil), nimmt den weißen Cadillac DeVille, der ihm (nicht ganz uneigennützig) vom halbseidenen »Unternehmer« Léopold Saroyan (Louis de Funès) zur Verfügung gestellt wird, und reist von Neapel nach Bordeaux. Unterwegs passiert allerlei Erzählenswertes, das insbesondere mit der versteckten Fracht zu tun hat, die Maréchal nichtsahnend in Saroyans Luxuskarosse transportiert: Heroin (in den Kotflügeln), Gold (in den Stoßstangen), Edelsteine (in der Batterie) und: den größten Diamanten der Welt (tja, wo eigentlich?) … Gérard Oury mixt Gangster-Klamotte mit Poisson-hors-de-l’eau-Komödie und postkartenidyllischen Italien-Impressionen (römisches Dolce Vita, sizilianische Eifersucht, Wasserspiele und Faustkämpfe in der Villa d’Este, Camping und Freikörperkultur am Tyrrhenischen Meer) zu einem ferienvergnüglichen Roadmovie, in dem – anders als im richtigen Leben – die bodenlose Ehrlichkeit des herzensguten Blödmanns über die gemeine Hinterlist des berechnenden Schlitzohrs siegt.
R Gérard Oury B Gérard Oury, Marcel Jullian, Georges Tabet, André Tabet K Henri Decaë M Georges Delerue A Francesco Ciarletta, Robert Giordani S Albert Jurgenson P Robert Dorfmann D Bourvil, Louis de Funès, Venantino Venantini, Beba Loncar, Alida Chelli | F & I | 111 min | 1:2,35 | f | 24. März 1965
Labels:
Automobil,
Bourvil,
Carcassonne,
Côte d'Azur,
de Funès,
Gangster,
Komödie,
Mittelmeer,
Neapel,
Oury,
Paris,
Pisa,
Roadmovie,
Rom,
Schmuggel
Abonnieren
Posts (Atom)