10.11.66

The Quiller Memorandum (Michael Anderson, 1966)

Das Quiller-Memorandum – Gefahr aus dem Dunkel

»That’s where you are, Quiller. In the gap.« Surreal angehauchte Spionagecharade in den Ruinen und Neubauten von (West-)Berlin. Quiller (ein Mann allein: George Segal) auf der Spur einer Neonazi-Organisation unter der semmelblonden (Reichs-)Führung eines gewissen ›Oktober‹ (Max von Sydow). Zwischen dem modernen Glasturm des Europa-Centers und verranzten Kreuzberger Absteigen, zwischen ausgebombten Gründerzeitvillen im Tiergartenviertel und den Betonbändern der Stadtautobahn wird die Halbstadt zur Bühne eines absurden Theaters der Undurchschaubarkeit, des Mißtrauens, der Verstellung (Drehbuch: Harold Pinter). Mit von der geheimnisvollen Partie: Alec Guinness, erzbritisch und mit einer Vorliebe für Leberwurst, sowie Senta Berger, jung und schön und weniger unschuldig, als man denkt. Dazu ein melancholisch aufrauschender Soundtrack von John Barry: »I am Wednesday’s child, born to be alone.«

R Michael Anderson B Harold Pinter V Adam Hall (= Elleston Trevor)  K Erwin Hiller M John Barry A Maurice Carter S Frederick Wilson P Ivan Foxwell D George Segal, Senta Berger, Alec Guinness, Max von Sydow, George Sanders | UK & USA | 104 min | 1:2,35 | f | 10. November 1966

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