16.5.57

Designing Woman (Vincente Minnelli, 1957)

Warum hab’ ich ja gesagt?

Beziehungskomödie um ein Paar, das sich erst nach der Hochzeit kennenlernt. Gregory Peck, legerer Sportreporter mit Hang zu Poker und Whisky, verliebt sich (wer könnte es ihm verdenken?) in Lauren Bacall, anmutige Modedesignerin mit Geschmack und Verstand – und heiratet sie vom Fleck weg. Seine Exgeliebte (eine Dame mit scharfen Kurven und verräterischem Pudel) sowie ihr Exverehrer plus eine Meute von spleenigen Freunden potenzieren die Problematik der ohnehin heiklen zwischenmenschlichen Annäherung bis zum großen Knall. Außerdem im Getümmel: ein Exboxer, der die Nase innen trägt, und ein krimineller Sportpromoter mit seinen Hand- bzw. Faustlangern. Vincente Minnelli choreographiert die hübsche Erzählung (nach einer Idee der Kostümbildnerin Helen Rose) in John Altons schick de­signten CinemaScope-Kadragen mit mal zarter, mal schlagender Ironie – und erzeugt durch den freigiebigen Einsatz diverser Off-Kommentare einen reizvollen stimmlichen Vielklang.

R Vincente Minnelli B George Wells K John Alton M André Previn A Preston Ames, William A. Horning S Adrienne Fazan P Dore Schary D Gregory Peck, Lauren Bacall, Dolores Gray, Mickey Shaughnessy, Tom Helmore | USA | 118 min | 1:2,35 | f | 16. Mai 1957

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