9.3.62

Nóz w wodzie (Roman Polanski, 1962)

Das Messer im Wasser

»L'enfer c'est les autres.« Thrilleresk-psychologisches Kammerspiel unter freiem Himmel und auf offener See. Zwei Männer und eine Frau 24 Stunden lang zusammen auf einem Segelboot: der Ältere, ein arrivierter Sack = Inbegriff der Selbstgefälligkeit; der Jüngere, ein reizbarer Herumtreiber = Personifikation des Aufbegehrens; die Frau (des Älteren) = Verkörperung der Abgeklärtheit; das (ins Wasser fallende) Messer = Katalysator des (erst spielerischen, dann immer existenzieller werdenden) Kampfes zwischen den Akteuren. Roman Polanskis sorgfältig durchkomponiertes huis clos erzählt – in lyrisch-expressiven, ultratiefen scharfen Bildern (Jerzy Lipman) zu einem bald sonntäglich-harmlos tuenden, bald dissonant querschießenden Jazz-Score (Krzysztof Komeda) – eine intensive ménage à trois, deren zeitliche und örtliche Verdichtung das abgrundtiefe Einanderfremdsein der Beteiligten bloßlegt.

R Roman Polanski B Jerzy Skolimowski, Roman Polanski, Jakub Goldberg K Jerzy Lipman M Krzysztof Komeda A Bolesław Kamykowski S Halina Prugar P Stanisław Zylewicz D Leon Niemczyk, Jolanta Umecka, Zygmunt Malanowicz | PL | 94 min | 1:1,37 | sw | 9. März 1962

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen