Geheimakte M
Ernest Borgnine als russischstämmiger Hollywood-Produzent Boris Mitrow, der mit den Sowjets anbandelt, um seinen alten Vater aus dem Arbeiterparadies zu befreien. Den hellwachen Jungs vom ›Central Bureau of Intelligence‹ (≈ CIA) bleibt dies (natürlich!) nicht verborgen, und ehe er sich’s versieht, ist Mitrow zum Doppelagenten geworden, der an zwei Strippen hängt … Produzent Louis de Rochemont, Nachrichten- und Wochenschauveteran (»The March of Time«) sowie Begründer des Semidocumentary-Genres (»The House on 92nd Street«), schickt den Protagonisten seines Cold-War-Thrillers auf eine gefahrvolle Reise von Los Angeles über New York ins geteilte (aber noch nicht vermauerte) Berlin – und weiter nach Moskau, mithin in die Höhle des kommunistischen Löwen. »Man on a String«, von André de Toth sachlich-solide inszeniert, veranschaulicht recht betulich das riskante Gewerbe von Spionage und Gegenspionage, fasziniert aber (bei aller propagandistisch gefärbten Darstellung der Ereignisse) durch die authentischen Impressionen der Handlungsorte: Berlin mit seinen trostlos-bedrohlichen Ruinenfeldern und modernistischen Neubauten, Moskau in der Hochstimmung der Sputnik-Jahre. Ein bemerkenswertes Zeitdokument (das selbstverständlich keinen Zweifel daran läßt, welche Seite den Wettbewerb der Systeme für sich entscheiden wird).
R André de Toth B John Kafka, Virginia Shaler K Charles Lawton Jr., Albert Benitz, Gayne Rescher, Pierre Poincarde M George Duning A Carl Anderson S Al Clark P Louis de Rochemont D Ernest Borgnine, Kerwin Mathews, Colleen Dewhurst, Alexander Scourby, Glenn Corbett | USA | 92 min | 1:1,85 | sw | 25. März 1960
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25.3.60
Man on a String (André de Toth, 1960)
7.1.55
Bad Day at Black Rock (John Sturges, 1955)
Stadt in Angst
Moderner, sonnenheller Noir-Western in unwirtlichem CinemaScope und staubigem Eastmancolor: Spencer Tracy (als wortkarger einarmiger Kriegsveteran) kommt in eine gottverlassenes Kaff, wo die Züge seit Jahren nicht mehr nicht halten. Eigentlich will er nur die Tapferkeitsmedaille eines toten Kameraden an dessen Familie übergeben, aber der ungebetene Besuch des alten Mannes weckt schlafende Hunde (Robert Ryan, Lee Marvin, Ernest Borgnine), die schließlich im Rudel über den Fremden herfallen. Das Lüften ihres schmutzigen Geheimnisses können sie dennoch nicht verhindern – »denn es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werde.« Ein ranker, schlanker Wüstenthriller vom zuverlässigen John Sturges.
R John Sturges B Millard Kaufman, Don McGuire K William C. Mellor M André Previn A Malcolm Brown, Cedric Gibbons S Newell P. Kimlin P Dore Schary D Spencer Tracy, Robert Ryan, Anne Francis, Lee Marvin, Ernest Borgnine | USA | 81 min | 1:2,35 | f | 7. Januar 1955
Moderner, sonnenheller Noir-Western in unwirtlichem CinemaScope und staubigem Eastmancolor: Spencer Tracy (als wortkarger einarmiger Kriegsveteran) kommt in eine gottverlassenes Kaff, wo die Züge seit Jahren nicht mehr nicht halten. Eigentlich will er nur die Tapferkeitsmedaille eines toten Kameraden an dessen Familie übergeben, aber der ungebetene Besuch des alten Mannes weckt schlafende Hunde (Robert Ryan, Lee Marvin, Ernest Borgnine), die schließlich im Rudel über den Fremden herfallen. Das Lüften ihres schmutzigen Geheimnisses können sie dennoch nicht verhindern – »denn es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werde.« Ein ranker, schlanker Wüstenthriller vom zuverlässigen John Sturges.
R John Sturges B Millard Kaufman, Don McGuire K William C. Mellor M André Previn A Malcolm Brown, Cedric Gibbons S Newell P. Kimlin P Dore Schary D Spencer Tracy, Robert Ryan, Anne Francis, Lee Marvin, Ernest Borgnine | USA | 81 min | 1:2,35 | f | 7. Januar 1955
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