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29.1.67

The Night of the Generals (Anatole Litvak, 1967)

Die Nacht der Generale 

»What is admirable on the large scale is monstrous on the small.« Im allgemeinen Gemetzel des Zweiten Weltkriegs geht ein Abwehroffizier der Wehrmacht (Omar Sharif) auf die Jagd nach einem Lustmörder im Generalsrang. Drei Verdächtige stehen zur Auswahl: der bärbeißige Charles Gray (General von Seydlitz-Gabler), der zwielichtige Donald Pleasence (Generalmajor Kahlenberg), der unerbittliche Peter O’Toole (Generalleutnant Tanz). Die Nachforschung führt von Warschau über Paris (wo der Ermittler vom Täter zur Strecke gebracht wird) bis in das Hamburg der Nachkriegszeit … Abgesehen von der Verwurstung hochdramatischen zeitgeschichtlichen Materials zu schnöden Unterhaltungszwecken und der der Tatsache, daß alle Deutschen von in der Wolle gefärbten Engländern (bzw. einem Ägypter) gespielt werden, bietet Anatole Litvaks »The Night of the Generals« beste, küchenpsychologisch fundierte Thrillerkolportage.

R Anatole Litvak B Joseph Kessel, Paul Dehn V Hans Hellmut Kirst K Henri Decaë M Maurice Jarre A Alexandre Trauner S Alan Osbiston P Anatole Litvak, Sam Spiegel D Peter O’Toole, Omar Sharif, Tom Courtenay, Donald Pleasence, Joanna Petit | UK & F | 148 min | 1:2,35 | f | 29. Januar 1967

29.6.61

Goodbye Again (Anatole Litvak, 1961)

Lieben Sie Brahms?

»Goodbye Again« erzählt aus dem Leben einer sehnsüchtigen Frau von 40 Jahren (Ingrid Bergman), die sich nicht traut, an die wahre Liebe in Gestalt eines stürmischen Mittzwanzigers (Anthony Perkins) zu glauben, und stattdessen an der Seite ihres alerten, flatterhaften longtime companion (Yves Montand) verbittern wird. Die Romanvorlage von Françoise Sagan (»Aimez-vous Brahms?«) berührt durch knappe, kühle Melancholie, Anatole Litvaks Adaption buchstabiert den tristen Pariser Dreier melodramatisch aus: feuchte Augen (Bergman), überspanntes Lachen (Perkins), demonstrative Dackelfalten (Montand). Auch wenn Alexandre Trauner (Bauten), Georges Auric (Musik), Armand Thirard (Kamera) und der supporting cast (unter anderem Jessie Royce Landis als spleenige Mutter – was sonst?) vorzügliche Arbeit leisten, ist das Ganze weniger als die Summe seiner Teile. »It’s farewell and goodbye again, my love.«

R Anatole Litvak B Samuel A. Taylor V Françoise Sagan K Armand Thirard M Georges Auric A Alexandre Trauner S Bert Bates P Anatole Litvak D Ingrid Bergman, Yves Montand, Anthony Perkins, Jessie Royce Landis, Pierre Dux | USA & F | 120 min | 1:1,66 | sw | 29. Juni 1961