Mörder ahoi!
Miss Marple wird zu Wasser gelassen und ermittelt (in höchst fashionabler Marine-Uniform) an Bord des Schulschiffes ›H.M.S. Battledore‹, wo sie (mit Recht, wie sich zeigen wird) einen Schnupftabakkiller und allerhand trübe Geschäftemacherei vermutet. Wie immer, wenn die energische alte Dame (von den zuständigen Behörden ungebeten) die Ermittlung in einer Mordsache übernimmt, so gibt es auch auf See weitere Tote zu beklagen, bevor sie den Täter unter Einsatz ihres reifen Lebens stellen kann. Mit kauziger Grandezza absolviert Margaret Rutherford in »Murder Ahoy« ihr letztes Marple-Engagement; neben den üblichen Verdächtigen an ihrer Seite (Stringer Davis als »Bekannter« der Hobbydetektivin, Charles Tingwell als unterbelichteter Inspektor) spielt Lionel Jeffries einen ebenso inkompetenten wie sympathischen master and commander. PS: »Damn the torpedoes, full steam ahead!«
R George Pollock B David Pursall, Jack Seddon V Agatha Christie K Desmond Dickinson M Ron Goodwin A William C. Andrews S Ernest Walter P Lawrence P. Bachmann D Margaret Rutherford, Lionel Jeffries, Charles Tingwell, William Merwyn, Stringer Davis | UK | 93 min | 1:1,66 | sw | 1. Juli 1964
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1.7.64
1.3.64
Murder Most Foul (George Pollock, 1964)
Vier Frauen und ein Mord
»Murder most foul as in the best it is / But this most foul, strange and unnatural.« Miss Marple (Margaret Rutherford – who else?) als zwölfte Geschworene in einem Mordprozeß und (natürlich) klüger als der Rest der Jury: Daß der Angeklagte direkt neben der Strangulierten und einem großen Haufen Pfundnoten ertappt wurde, überzeugt die gewitzte Alte längstens nicht von dessen Schuld. Sie gräbt tiefer und stellt den wahren Täter, indem sie als Schauspielerin bei einer Wanderbühne anheuert, wo einstmals auch das Opfer auf den klapprigen Brettern stand, die angeblich die Welt bedeuten. Einmal mehr betrachtet George Pollock Mord nicht gerade »as one of the fine arts«, destilliert aber – vor allem Dank seiner exzentrischen Darsteller – gehobene Unterhaltung aus den Verwicklungen und Bluttaten rund um die kombinatorisch hochbegabte Seniorin.
R George Pollock B David Pursall, Jack Seddon V Agatha Christie K Desmond Dickinson M Ron Goodwin A Frank White S Ernest Walter P Ben Arbeid D Margaret Rutherford, Ron Moody, Charles Tingwell, Andrew Cruickshank, Dennis Price | UK | 90 min | 1:1,66 | sw | 1. März 1964
»Murder most foul as in the best it is / But this most foul, strange and unnatural.« Miss Marple (Margaret Rutherford – who else?) als zwölfte Geschworene in einem Mordprozeß und (natürlich) klüger als der Rest der Jury: Daß der Angeklagte direkt neben der Strangulierten und einem großen Haufen Pfundnoten ertappt wurde, überzeugt die gewitzte Alte längstens nicht von dessen Schuld. Sie gräbt tiefer und stellt den wahren Täter, indem sie als Schauspielerin bei einer Wanderbühne anheuert, wo einstmals auch das Opfer auf den klapprigen Brettern stand, die angeblich die Welt bedeuten. Einmal mehr betrachtet George Pollock Mord nicht gerade »as one of the fine arts«, destilliert aber – vor allem Dank seiner exzentrischen Darsteller – gehobene Unterhaltung aus den Verwicklungen und Bluttaten rund um die kombinatorisch hochbegabte Seniorin.
R George Pollock B David Pursall, Jack Seddon V Agatha Christie K Desmond Dickinson M Ron Goodwin A Frank White S Ernest Walter P Ben Arbeid D Margaret Rutherford, Ron Moody, Charles Tingwell, Andrew Cruickshank, Dennis Price | UK | 90 min | 1:1,66 | sw | 1. März 1964
Labels:
Agatha Christie,
Bühne,
Komödie,
Krimi,
Miss Marple,
Pollock,
Rutherford
24.6.63
Murder at the Gallop (George Pollock, 1963)
Der Wachsblumenstrauß
Miss Marple hoch zu Roß – natürlich nicht rittlings und in neumodischen Reithosen, sondern, wie es sich für eine traditionsbewußte Sportsfrau gehört, kultiviert gewandet im Damensitz. Noch lieber als ein Vollblut reitet die rüstige Amateurdetektivin (in allen Sätteln gerecht: Margaret Rutherford) freilich ihr Steckenpferd: die Aufklärung von Gewaltverbrechen in gepflegt-ländlicher Atmosphäre. »Murder at the Gallop« erlaubt es ihr, das Angenehme mit dem Angenehmen zu verbinden, und so untersucht sie ein, zwei, drei rätselhaften Todesfälle, in die (neben diversen raffgierigen Mitgliedern einer (nicht besonders) respektablen Familie) auch eine Katze, eine Hutnadel und ein Gemälde verwickelt sind. Im Zuge der (selbstverständlich erfolgreichen) Ermittlungen erliegt – außer dem bänglich-zuverlässigen Gefolgsmann Mr. Stringer (Davis) und dem liebenswert-beschränkten Inspektor Craddock (Charles Tingwell) – auch ein beleibter Pferdenarr (Robert Morley) dem resoluten Charme des altehrwürdigen Fräuleins. Wer könnte es ihm verdenken?
R George Pollock B James P. Kavanagh V Agatha Christie K Arthur Ibbetson M Ron Goodwin A Frank White S Bert Rule P George H. Brown, Lawrence P. Bachmann D Margaret Rutherford, Stringer Davis, Robert Morley, Flora Robson, Charles Tingwell | UK | 81 min | 1:1,66 | sw | 24. Juni 1963
Miss Marple hoch zu Roß – natürlich nicht rittlings und in neumodischen Reithosen, sondern, wie es sich für eine traditionsbewußte Sportsfrau gehört, kultiviert gewandet im Damensitz. Noch lieber als ein Vollblut reitet die rüstige Amateurdetektivin (in allen Sätteln gerecht: Margaret Rutherford) freilich ihr Steckenpferd: die Aufklärung von Gewaltverbrechen in gepflegt-ländlicher Atmosphäre. »Murder at the Gallop« erlaubt es ihr, das Angenehme mit dem Angenehmen zu verbinden, und so untersucht sie ein, zwei, drei rätselhaften Todesfälle, in die (neben diversen raffgierigen Mitgliedern einer (nicht besonders) respektablen Familie) auch eine Katze, eine Hutnadel und ein Gemälde verwickelt sind. Im Zuge der (selbstverständlich erfolgreichen) Ermittlungen erliegt – außer dem bänglich-zuverlässigen Gefolgsmann Mr. Stringer (Davis) und dem liebenswert-beschränkten Inspektor Craddock (Charles Tingwell) – auch ein beleibter Pferdenarr (Robert Morley) dem resoluten Charme des altehrwürdigen Fräuleins. Wer könnte es ihm verdenken?
R George Pollock B James P. Kavanagh V Agatha Christie K Arthur Ibbetson M Ron Goodwin A Frank White S Bert Rule P George H. Brown, Lawrence P. Bachmann D Margaret Rutherford, Stringer Davis, Robert Morley, Flora Robson, Charles Tingwell | UK | 81 min | 1:1,66 | sw | 24. Juni 1963
Labels:
Agatha Christie,
Familie,
Hotel,
Komödie,
Krimi,
Miss Marple,
Pollock,
Rutherford
20.12.61
Murder She Said (George Pollock, 1961)
16 Uhr 50 ab Paddington
»Marple her name, marble her nature.« Miss Jane Marple (mit Haaren auf den Zähnen und wahrscheinlich auch anderswo: Margaret Rutherford) als Augenzeugin eines Mordes in der Eisenbahn. Zugpersonal und Polizei schenken ihrer Aussage keinen Glauben, und so macht sich die kriminalistisch hochbegabte reife Dame – mal in der Maske eines Gleisarbeiters, dann wieder getarnt als Dienstmädchen in einem zweitklassigen Herrenhaus – selbst auf den Weg, die Leiche aufzuspüren und den Täter zu stellen. George Pollock formt Agatha Christies teegebäckiges Whodunit-Material zur Apotheose der alten Jungfer: Wieso eine stressige Beziehung führen, weshalb einem Partner zu Willen sein, warum undankbaren Blagen sein Bestes geben – wenn man stattdessen in aller Ruhe stricken, Krimis lesen oder zur Abwechslung auch mal in anderer Leute Ställen und Kommoden herumschnüffeln kann? Neben Rutherford und ihrem Helferlein Mr. Stringer (Davis) wird »Murder She Said« von James Robertson Justice als brummigem landlord (»I live here because I want to, not because I can afford it.«), Arthur Kennedy als dienstfertigem Arzt, Charles Tingwell als begriffsstutzigem Inspektor sowie (last but not least) von Ron Goodwins zwischen Rokoko und Swinging London oszillierendem ›Miss Marple’s Theme‹ in Schwung gebracht – und gehalten.
R George Pollock B Jack Seddon, David Pursall, David Osborn V Agatha Christie K Geoffrey Faithfull M Ron Goodwin A Harry White S Ernest Walter P George H. Brown D Margaret Rutherford, Arthur Kennedy, Muriel Pavlov, James Robertson Justice, Charles Tingwell | UK | 87 min | 1:1,66 | sw | 20. Dezember 1961
»Marple her name, marble her nature.« Miss Jane Marple (mit Haaren auf den Zähnen und wahrscheinlich auch anderswo: Margaret Rutherford) als Augenzeugin eines Mordes in der Eisenbahn. Zugpersonal und Polizei schenken ihrer Aussage keinen Glauben, und so macht sich die kriminalistisch hochbegabte reife Dame – mal in der Maske eines Gleisarbeiters, dann wieder getarnt als Dienstmädchen in einem zweitklassigen Herrenhaus – selbst auf den Weg, die Leiche aufzuspüren und den Täter zu stellen. George Pollock formt Agatha Christies teegebäckiges Whodunit-Material zur Apotheose der alten Jungfer: Wieso eine stressige Beziehung führen, weshalb einem Partner zu Willen sein, warum undankbaren Blagen sein Bestes geben – wenn man stattdessen in aller Ruhe stricken, Krimis lesen oder zur Abwechslung auch mal in anderer Leute Ställen und Kommoden herumschnüffeln kann? Neben Rutherford und ihrem Helferlein Mr. Stringer (Davis) wird »Murder She Said« von James Robertson Justice als brummigem landlord (»I live here because I want to, not because I can afford it.«), Arthur Kennedy als dienstfertigem Arzt, Charles Tingwell als begriffsstutzigem Inspektor sowie (last but not least) von Ron Goodwins zwischen Rokoko und Swinging London oszillierendem ›Miss Marple’s Theme‹ in Schwung gebracht – und gehalten.
R George Pollock B Jack Seddon, David Pursall, David Osborn V Agatha Christie K Geoffrey Faithfull M Ron Goodwin A Harry White S Ernest Walter P George H. Brown D Margaret Rutherford, Arthur Kennedy, Muriel Pavlov, James Robertson Justice, Charles Tingwell | UK | 87 min | 1:1,66 | sw | 20. Dezember 1961
Labels:
Agatha Christie,
Familie,
Herrenhaus,
Komödie,
Krimi,
Miss Marple,
Pollock,
Rutherford
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