Eins, zwei, drei
»Is everybody in this world corrupt?« – »I don't know everybody.« Berlin, der Nabel des Kalten Krieges, kurz vor der (fürs erste) endgültigen Abdichtung des Eisernen Vorhangs (»The situation is hopeless, but not serious.«): Während Coca-Cola nach Osten expandieren will, verführen die Roten (ohne Unterwäsche!) die schönsten Frauen der freien Welt. Dazu noch Umlautunterricht, Säbeltanz und verschiedenfarbige Brüste in gepunkteten Kleidern. Bei einem mopsfidelen Abend im Grand Hotel Wilder (»It used to be the Grand Hotel Göring, and before that, it was the Grand Hotel Bismarck.«) vermittelt »One, Two, Three« nicht nur alles, was man über Kapitalismus (»… is like a dead herring in the moonlight. It shines, but it stinks.«) und Kommunismus (»No comment!«) wissen muß – der Film ist auch ein lohnendes Studienobjekt für perfektes Komödientiming: Cagney! Pulver!! »Schlemmer!!!« PS: Nicht zu vergessen: Hotte Ludwig Piffl (der ideale Schwiegersohn) und Graf Hubsi von Droste-Schattenburg (aus einem uralten Geschlecht von Blutern).
R Billy Wilder B Billy Wilder, I. A. L. Diamond V Ferenc Molnár K Daniel L. Fapp M André Previn A Alexandre Trauner S Daniel Mandell P Billy Wilder D James Cagney, Horst Buchholz, Pamela Tiffin, Arlene Francis, Liselotte Pulver | USA | 115 min | 1:2,35 | sw | 15. Dezember 1961
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15.12.61
15.1.47
13 Rue Madeleine (Henry Hathaway, 1947)
Die zweite »semidocumentary« des Gespanns Louis de Rochemont (Produktion) und Henry Hathaway (Regie) folgt, anders als der Vorgänger »The House on 92nd Street«, sehr deutlich den Konventionen des klassischen Spionagefilms: Ein zu Beginn des Zweiten Weltkriegs in den militärischen Nachrichtendienst der USA eingeschmuggelter deutscher Agent (entschlossen: Richard Conte) will die Pläne der Alliierten zur Errichtung einer zweiten Front auskundschaften; der Leiter der Einheit (kernig: James Cagney) setzt alles daran, die Mission seines Widersachers zu torpedieren. Der gnadenlose Kampf (»Fair play? That’s out!«) führt schließlich hinter die feindlichen Linien ins besetzte Frankreich … Zwar erhält in »13 Rue Madeleine« die Darstellung von geheimdienstlicher Ausbildung und Alltagsarbeit wiederum viel Raum, auch werden die tödlichen Risiken des zweitältesten Gewerbes der Welt nicht durch wundersame (Drehbuch-)Rettungen in letzter Minute beschönigt, doch die faktenorientierte Sachlichkeit tritt in den Hintergrund zugunsten herkömmlicher Mechanismen von Spannungsentwicklung, bis hin zum finalen Duell der Gegenspieler in einem schummrigen Folterkeller.
R Henry Hathaway B Sy Bartlett, John Monks Jr. K Norbert Brodine M David Buttolph A James Basevi, Maurice Ransford S Harmon Jones P Louis de Rochemont D James Cagney, Richard Conte, Annabella, Frank Latimore, Walter Abel | USA | 95 min | 1:1,37 | sw | 15. Januar 1947
R Henry Hathaway B Sy Bartlett, John Monks Jr. K Norbert Brodine M David Buttolph A James Basevi, Maurice Ransford S Harmon Jones P Louis de Rochemont D James Cagney, Richard Conte, Annabella, Frank Latimore, Walter Abel | USA | 95 min | 1:1,37 | sw | 15. Januar 1947
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