5.5.66

Arabesque (Stanley Donen, 1966)

Arabeske

Drei Jahre nach »Charade« präsentiert Stanley Donen eine weitere Thrillerkomödie, sozusagen die Neuauflage des Originals mit anderen Mitteln: Gregory Peck als Audrey Hepburn, Sophia Loren als Cary Grant, London in der Rolle von Paris. »Arabesque«, comichaft-politische Intrige und romantisch-abenteuerlicher clash of civilizations (Okzident trifft Orient), ist ein noch verzwickteres, noch formverliebteres Werk als sein Vorgänger: ein bravouröses Spiel mit verschobenen Perspektiven, eine Art filmischer LSD-Rausch. Das Auge der Kamera (Christopher Challis) blickt ständig durch gläserne Tischplatten oder glitzernde Aquarien, durch reflektierende Scheiben oder in verzerrende Spiegel. Die Handlung ist, vorsichtig gesagt, labyrinthisch, und unterwegs haben die Drehbuchautoren vor lauter fröhlicher Überspanntheit ganz offensichtlich den einen oder anderen Faden verloren – aber egal: Der übersprudelnde visuelle Ideenreichtum macht aus »Arabesque« einen amüsanten Höhepunkt im Schaffen eines der großen Stilisten der Kinogeschichte.

R Stanley Donen B Peter Stone, Julian Mitchell, Stanley Price V Gordon Cotler K Christopher Challis M Henry Mancini A Reece Pemberton S Frederick Wilson P Stanley Donen D Gregory Peck, Sophia Loren, Alan Badel, Kieron Moore, Carl Duering | USA | 105 min | 1:2,35 | f | 5. Mai 1966

Keine Kommentare:

Kommentar posten