21.3.62

Lemmy pour les dames (Bernard Borderie, 1962)

Das ist nichts für kleine Mädchen

Lemmy C. (= Eddie C. = Lemmy C.) macht Ferien an der mondänen Côte d’Azur – und findet doch nicht die wohlverdiente Ruhe: Zuerst verfolgt von einer Horde wildgewordener Autogrammjägerinnen (jeden Alters), sieht sich der forsche Pop-Agent sodann mit dem Tod einer reizenden jungen Dame der besseren Gesellschaft konfrontiert, die ein (einstweilen namenloses) dunkles Geheimnis mit ins Jenseits nimmt. Lemmys (süffig-genüßliche) Ermittlungen führen auf die Terrasse einer repräsentablen High-Society-Villa, wo der Whisky- und Weiberheld unter den drei (stets leichtbekleideten) »besten« Freundinnen der Verstorbenen schließlich eine abgefeimte Intrige um Mord, Erpressung und Spionage aufdeckt sowie (selbstredend) die Identität der (sexy) Ränkeschmiedin enthüllt … Von Clouzot-Kameramann Armand Thirard an attraktiven Originalschauplätzen in großzügigem Franscope fotografiert, ergeht sich »Lemmy pour les dames«, nach einer charmant-selbstironischen Ouvertüre, fast durchweg in dösiger Urlaubsstimmung, aus sich der smarte Protagonist leider nur sehr gelegentlich erhebt, um die Fäuste sprechen zu lassen oder kesse Katzen zu kraulen – ein eindimensionales Abenteuer nach Schema L.

R Bernard Borderie B Bernard Borderie, Marc-Gilbert Sauvajon V Peter Cheyney K Armand Thirard M Paul Misraki A Rino Mondellini S Christian Gaudin P Raymond Borderie D Eddie Constantine, Françoise Brion, Claudine Coster, Eliane D’Almeida, Yvonne Monlaur | F | 97 min | 1:2,35 | sw | 21. März 1962

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