1.7.53

The 5,000 Fingers of Dr. T. (Roy Rowland, 1953)

Die 5000 Finger des Dr. T.

»Ten happy little fingers and they're mine all mine.« Das Musical entwickelte aus sich selbst heraus den höchsten Surrealismus-Gehalt aller Hollywood-Genres, und das surrealste aller Musicals dürfte wohl »The 5,000 Fingers of Dr. T.« sein. Basierend auf einem Szenarium des mit absurdem Witz gesegneten Kinderbuchautoren und Cartoonisten Dr. Seuss, wird die Geschichte des kleinen Bart (Tommy Rettig) erzählt, der in die Fänge des größenwahnsinnigen Klavierlehrers Dr. Terwilliker gerät – der missionarische Zuchtmeister versklavt 500 Knaben (= 5000 Finger) an einem monströsen Piano und verwandelt darüberhinaus Barts Mutter in seine willenlose Gehilfin: »The work for the happy finger method must go on.« Mit Unterstützung des befreundeten Klempners Mr. Zapladowski konstruiert der clevere Junge einen Schallschlucker, der das Riesenklavier unschädlich machen und so die gezwiebelten Kinder aus der pianistischen Leibeigenschaft befreien soll … Die comichaft stilisierten Kulissen sehen aus, als hätte sich der Ausstatter von »Broadway Melody« im Vollrausch an »Metropolis« erinnert, und kein Geringerer als Friedrich Hollaender komponierte die Musik für dieses exaltierte Vergnügen in Technicolor und Wonderama: »Is it atomic?« – »Yes, Sir, very atomic!«

R Roy Rowland B Dr. Seuss, Allan Scott V Dr. Seuss K Franz Planer M Friedrich Hollaender A Rudolph Sternad S Al Clark P Stanley Kramer D Tommy Rettig, Hans Conried, Peter Lind Hayes, Mary Healy, Jack Heasley | USA | 89 min | 1:1,37 | f | 1. Juli 1953

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