26.8.53

I vitelloni (Federico Fellini, 1953)

Die Müßiggänger

»›Warum tun sie den ganzen Tag nichts?‹ – ›Das wissen nicht einmal sie selber.‹« Fünf Freunde in einem italienischen Provinzkaff. Sie haben die 30 hinter sich gelassen und nichts auf die Reihe gekriegt – Taugenichtse, Tagediebe, Prahlhänse, phlegmatisch und fidel, lümmelhaft und doch irgendwie liebenswert. Sie sitzen im Café, starren aufs Meer, lassen den lieben Gott einen guten Mann sein. Sie warten – aber worauf? –: ein notorischer Weiberheld, ein verkrachter Dramatiker, ein aufgeblasenes Muttersöhnchen, ein sangesfroher Dicker und einer, ein einziger, der ahnt, daß hinter dem Tellerrand (des Städtchens, der Bequemlichkeit, der Angst vor der eigenen Courage) etwas anderes liegen könnte: das Leben möglicherweise. In der ihn kennzeichnenden Mischung aus karikierendem Naturalismus und nachsichtiger Liebe reiht Federico Fellini Episoden aus dem tristen und grauen und engen Dasein seiner Protagonisten aneinander: Miss-Wahlen und Kinobesuche, Hochzeiten und Faschingsbälle, melancholische Lustbarkeiten und burleske Tragödien, imaginäre Hoffnungen auf ein besseres Morgen – und einen, einen einzigen, konkreten Aufbruch in die ungewisse Zukunft.

R Federico Fellini B Federico Fellini, Ennio Flaiano, Tullio Pinelli K Ortello Martelli, Carlo Carlini, Luciano Trasatti M Nino Rota A Mario Chiari S Rolando Benedetti P Jacques Bar, Mario De Vecchi, Lorenzo Pegoraro D Franco Interlenghi, Alberto Sordi, Franco Fabrizi, Leopoldo Trieste, Riccardo Fellini | I & F | 107 min | 1:1,37 | sw | 26. August 1953

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