21.8.64

Der Hexer (Alfred Vohrer, 1964)

Von Alfred Vohrer routiniert durchgeführte, aber weitgehend schwunglose Edgar-Wallace-Adaption um Rache, Recht und Richten. Im Gegensatz zu anderen Filmen der Reihe steht nicht die Ermittlung eines Mörders im Zentrum des undurchsichtigen Geschehens sondern die Frage nach der Identität des geheimnisvollen, ›Hexer‹ genannten, Vergelters Arthur Milton, der verwirrende Spiele mit Masken treibt und unter den Augen der Polizei ein Netzwerk schändlicher älterer Herren – allen voran der feiste Jochen Brockmann als Anwalt Maurice Messer (!) – für böse Taten zur tödlichen Rechenschaft zieht … Daß »Der Hexer« keinen subtilen Diskurs über Selbstjustiz führt, liegt in der Natur eines parodistischen Kriminalfilmes, dennoch hätten das Thema und vor allem die originelle Anlage der Erzählung mehr erlaubt, als ab und zu ein selbstreferentielles Mätzchen zu machen (der ›Hexer‹ liest den Roman »Der Hexer«, um sich über den Fortgang der Handlung zu orientieren), ansonsten aber aufs Neue (respektive: aufs Alte) die restlos bekannten Gestaltungsklischees abzuspulen.

R Alfred Vohrer B Herbert Reinecker V Edgar Wallace K Karl Löb M Peter Thomas A Walter Kutz, Wilhelm Vorweg S Jutta Hering P Horst Wendlandt D Joachim Fuchsberger, Heinz Drache, Margot Trooger, Siegfried Lowitz, Siegfried Schürenberg | BRD | 85 min | 1:2,35 | sw | 21. August 1964

Keine Kommentare:

Kommentar posten